Wir sind

Die coop eG

Die coop eG Kiel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: 1899 als »Allgemeiner Konsumverein Kiel« gegründet, entwickelte sich aus dem kleinen Laden in der Holtenauer Straße mit über 200 sky- und plaza-Märkten Deutschlands größte Konsumgenossenschaft im Lebensmitteleinzelhandel.

2016 gliederte die coop eG ihr operatives Geschäft in die »Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG« aus, an welcher sich die REWE Markt GmbH in einem zweiten Schritt beteiligen wird. 

Neben sky-Supermärkten, sky-centern und sky-XXL im plaza-Center ist die coop eG auch beteiligt an elf plaza Bau- und Gartencentern in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Teilen Niedersachsens und Brandenburgs.

Zudem ist die coop eG an einer Vielzahl von Unternehmen und Gesellschaften in Norddeutschland beteiligt und Eigentümerin diverser Gewerbeimmobilien. Als solche übernimmt die Genossenschaft auch Verwaltungsaufgaben und entwickelt ein vielfältiges Immobilienportfolio. Mehr dazu finden Sie unter den Menüpunkten »Immobilien« und »Beteiligungen«.

Als Genossenschaft gehört die coop eG ihren mehr als 80.000 Mitgliedern, die mit der coop-Vorteilskarte exklusive Rabatte in allen sky-Märkten und bei vielen Partnern in der Region erhalten und in der coop-Mitgliederverwaltung immer einen kompetenten Ansprechpartner haben. Siehe auch »cooptimisten«.

Die coop ist nicht nur eine starke Genossenschaft. Sie ist bedeutende Partnerin für viele norddeutsche Unternehmen und mit der coop-Stiftung »Unser Norden« eine wichtige Förderin der Region. 

Die Geschichte

1899 wurde in Kiel der Allgemeine Konsumverein Kiel (AKVK) gegründet. Die Nationalsozialisten liquidierten 1935 den AKVK zwangsweise. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 1946 elf Konsumgenossenschaften in Schleswig-Holstein wiedergegründet. Die Selbstbedienung wurde 1953 eingeführt. 1963 eröffnete der erste konsumgenossenschaftliche Supermarkt Deutschlands in Kiel. Sechs Märkte der Eklöh-Gruppe Nord wurden 1965 übernommen. 

In der coop Schleswig-Holstein eG waren 1972 alle ehemaligen Konsumgenossenschaften im Land vereinigt. 1986 erfolgte die Übernahme der coop Lüneburger Heide, Wittingen (Niedersachsen), 1988 die Übernahme der Wandmaker GmbH, Tellingstedt. Zusammen mit der Konsumgenossenschaft Dortmund-Kassel wurde 1990 bis 1992 die Produktion der ehemaligen Konsumgenossenschaft in Hamburg ("PRO") übernommen. 1993 wurde das Logistikzentrum Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow fertiggestellt. 1994 wurde das Regionallager und Frischezentrum Kiel ausgebaut.

In Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg betreibt die coop eG seit 1995 ca. 50 sky- Supermärkte, plaza SB-Warenhäuser sowie Bau- und Gartencenter.

Von 1997 bis 2007 bestand eine Einkaufsallianz mit BBB&R (Bela, Bünting, Ratio, Meyer+Beck); die coop Märkte wurden nach und nach zu sky. 1999 wurde das Vertriebsgebiet nach Baden-Württemberg und Bayern - durch Übernahme der coop Ulm - erweitert. Auch diese Märkte wurden zu sky.

Das Engagement als Produktpartner der EXPO 2000 in Hannover für Großhandel blieb weit hinter den Erwartungen der coop zurück. 2005 wurde die Eigenmarke »Unser Norden« bei Wandmaker, plaza und sky präsentiert. Im Juni 2006 beschloß die Vertreterversammlung eine Änderung des Unternehmensnamens: die coop Schleswig-Holstein eG wurde zur coop eG. Die unter dem Namen Wandmaker geführten Supermärkte wurden Schritt für Schritt, bei kleineren Märkten in sky, oder bei größeren Märkten zu plaza umgewandelt.

Seit 2008 besteht eine Einkaufsallianz mit der REWE Group Köln. Anfang Dezember 2009 wurde das Vertriebsgebiet in Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern) an die Kölner REWE Group abgegeben.

Die coop Stiftung »Unser Norden« wurde 2011 ins Leben gerufen, um kranke und sozial benachteiligte Kinder sowie ältere Menschen zu unterstützen. 

2013 war die coop eG der drittgrößte Arbeitgeber in Schleswig-Holstein. Außerdem wurden alle plaza-Märkte in sky XXL und sky-center umgewandelt und die Unser Norden Landbäckerei GmbH wurde verkauft.

2014 feierte die coop eG 115-jähriges Bestehen. Die cooptimisten-Vorteilskarte wurde eingeführt und im Dezember 2014 waren die ersten »coop Feine Lebensmittel« erhältlich. 

2016 gliederte die coop eG ihr operatives Geschäft in die »Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG« aus, an welcher sich die REWE Markt GmbH in einem zweiten Schritt beteiligen wird. 

Gründungsjahre

… immer für die Menschen da.

Die coop eG schaut auf eine bewegte Geschichte zurück. In unserer zunehmend schnelllebigen Zeit hat eine Einrichtung mit über 100-jähriger Tradition Seltenheitswert bekommen. Ein Grund mehr, auf die Anfänge zurückzublicken und die Stationen Revue passieren zu lassen, die den langen und erfolgreichen Weg zu einem der großen Lebensmittelunternehmen im Einzelhandel markiert haben.

Wie alles begann

Konsumgenossenschaften entstanden im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. In immer größeren Betrieben wurde Material für die neuen Eisenbahnen hergestellt, wurde an mechanischen Webstühlen gewebt und wurden Dampfmaschinen, Kräne und immer größere Schiffe gebaut. Um dem Elend auf dem Land zu entkommen, zogen Arbeitskräfte zu Hunderttausenden in die Städte, wo die Betriebe mit Arbeitsplätzen lockten.

Fortschritt und Verzicht

Für die Ernährung der Menschen hatte dies tief greifende Folgen. Sie wohnten nun in Mietwohnungen und hatten keinen eigenen Garten mehr, um sich ihr Gemüse selbst anzubauen. Die nächsten Bauern waren zu weit weg, um bei ihnen noch frische Milch und Eier und vielleicht eine Wurst zu kaufen. Es entstanden viele kleine Krämerläden und dazu kamen ambulante Händler, die die Versorgung mit Lebensmitteln übernahmen. Aber was für Lebensmittel waren das? Die Frische war dahin. Die Verfälschung der Nahrungsmittel war an der Tagesordnung: Milch wurde mit Wasser verdünnt, Mehl mit Gips versetzt, gemahlener Kaffee mit Sand gestreckt, alter Fisch unter Zuhilfenahme von Rindsblut für frisch verkauft, Nudeln erhielten ihre gelbe Farbe durch Urin, und Schokolade wurde mit Hammel- oder Kalbsfett hergestellt. Hinzu kam der alltägliche Betrug durch falsches Wiegen. Die Kunden konnten diesen Praktiken nicht ohne Weiteres ausweichen. Denn die Unsicherheit der Beschäftigung und der Lohnzahlung führte dazu, dass sie immer wieder beim Krämer anschreiben lassen mussten und so in eine persönliche Abhängigkeit gerieten. Hinzu kam die ständige Sorge um den Verlust der Wohnung, denn gesetzlichen Mieterschutz gab es noch nicht. Schließlich war da auch noch die Unsicherheit am Arbeitsplatz, denn auch ein Kündigungsschutz lag zu jener Zeit noch in weiter Ferne.

Eine Idee wird geboren

Die bedrückenden Lebensumstände führten dazu, dass sich immer wieder Menschen zusammentaten, um gemeinsam günstig in größeren Mengen einzukaufen, um die gekauften Produkte dann an die Mitglieder dieser Initiative zu verteilen. Zunächst waren dies provisorische Einrichtungen. Aber zur Wintersonnenwende 1844, am 21. Dezember, wurde in der englischen Textilstadt Rochdale bei Manchester die erste Konsumgenossenschaft gebildet, die sich als dauerhaft erweisen sollte. Diese Genossenschaft, die »die ehrbaren Pioniere von Rochdale« genannt wurde, gibt es bis heute, wo sie Teil der »Co-operative Group« ist. Diese erste Konsumgenossenschaft formulierte Grundsätze, die bis heute weltweit gültig sind:

  • Lieferung unverfälschter Waren mit vollem Gewicht.
  • Verkauf nur gegen Barzahlung.
  • Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe der finanziellen Beteiligung.
  • Jedermann kann der Genossenschaft jederzeit zu den gleichen Bedingungen beitreten, wie die bisherigen Mitglieder.

 

Auch in Deutschland gab es bald Initiativen zur Gründung von solchen Einrichtungen. Oft gingen sie aus den Organisationen der »Arbeiterverbrüderung« hervor, die während der revolutionären Bewegung des Jahres 1848 auf dem Weg zur Demokratie weite Verbreitung fand.

Die erste dauerhafte Konsumgenossenschaft in Deutschland wurde 1850 im sächsischen Eilenburg von Textilarbeitern und Handwerkern gegründet. 1852 folgte eine Gründung in Hamburg, und der erste Anlauf zur Gründung einer Konsumgenossenschaft in Kiel geschah im Jahre 1861.

Widerstände

Die vielen Kleinhändler, auch »Heringsbändiger« genannt, sahen die Entwicklung mit Missvergnügen. In Eilenburg etwa schrieben sie an die preußische Bezirksregierung: »Eine sich hier gebildete Assoziation, die sich hauptsächlich auf Colonial-Waaren bezieht, droht uns zu verderben, umso mehr, da für dieselben nicht allein mündlich, sondern auch durch die hiesigen Lokalblätter, in der Stadt und auf dem Lande geworben wird. Unserem Untergang vorzubeugen, haben wir uns an den hiesigen Magistrat gewendet.«

Auch die preußische Obrigkeit beobachtete die Selbsthilfeunternehmen der Arbeiter und Handwerker misstrauisch und stellte fest, dass »es Aufgabe der Polizeibehörde ist, den Consum-Verein in seinem geschäftlichen und außergeschäftlichen Verhalten zu überwachen und gegen Überschreitungen der statutarischen Vereinszwecke einzuschreiten.« Die Krämer ließen es nicht bei Briefen an die Behörden bewenden. Massiv setzten sie Großhändler und Fabrikanten, die auch die neugegründeten Konsumvereine belieferten, unter Druck und forderten deren Boykott. Dies führte schließlich dazu, dass im Jahre 1894 in Hamburg die Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Consumvereine mbH gegründet wurde, die selbst Kolonialwaren importierte und daranging, ein Netz eigener Fabriken für die wichtigsten Produkte aufzubauen. Hierzu zählten unter anderem eine Seifenfabrik, eine Kaffeerösterei, eine Schokoladenfabrik und eine Fischfabrik. Deren Produkte, die unter der Marke »GEG« verkauft wurden, erfreuten sich bald großer Beliebtheit, da sie den konsumgenossenschaftlichen Grundsätzen entsprachen: gute, unverfälschte Ware mit reellem Gewicht zu günstigen Preisen.

600.000 Mitglieder im Jahr 1900

Das Genossenschaftsgesetz von 1889 ist, wenn auch mit zahlreichen Änderungen, bis heute in Kraft. Für die Konsumgenossenschaften hatte es jedoch einen Haken:
Es erlaubte ihnen nur, ihre Waren an ihre Mitglieder zu verkaufen, nicht jedoch an die übrige Bevölkerung. Das schränkte ihre Expansionsmöglichkeiten stark ein. Gleichwohl wurden immer neue Genossenschaften gegründet, denen immer mehr Menschen beitraten.
So gab es im Jahre 1900 bereits 600 Konsumgenossen-schaften mit mehr als 600.000 Mitgliedern.

Allerdings darf man sich einen frühen konsumgenossen-schaftlichen Laden nicht so vorstellen,
wie heute ein sky-Markt aussieht. Da nur an Mitglieder verkauft wurde, spielte damals Werbung so gut wie
keine Rolle. Dekorierte Schaufenster gab es nicht. Oft waren die von einem »Lagerhalter« geführten und »Verteilungsstellen« genannten Geschäfte in einem Hinterhof und gar im Keller untergebracht.

Der Vorteil waren die niedrigen Kosten, die sich wiederum in günstigen Preisen und vor allem in einer guten Qualität der Waren niederschlug.

Die Vorläufer der modernen Verbraucherzentralen

Zu jener Zeit hatten diese Einrichtungen keineswegs jeden Tag ihren Laden geöffnet. Der Consum-Verein Ulm beispielsweise, eine der Vorläufer-Genossenschaften der heutigen coop eG, machte am 13. Juli 1866 durch eine Anzeige bekannt: »Den Mitgliedern des Vereins wird bekannt gegeben, dass nachstehende Weine in dem Vereinskeller Mohrenapotheke Lit. A 162 gelagert und zu den beigesetzten Preisen je am Mittwoch von 2 – 5 Uhr an Vereinsmitglieder abgegeben werden.« Weiterhin wurde noch bekannt gegeben, »dass die Lieferung von buchenem Holz und von Torf in gutem Gange sind und dass für beide noch Anmeldungen gemacht werden können.« 

An diesem Beispiel wird deutlich, dass die frühen Konsumgenossenschaften mehr waren als nur Lebensmittelläden. Da sie nur für Mitglieder geöffnet waren, waren sie eben auch Treffpunkte der Mitglieder, Informationsbörse, Sparkasse und darüber hinaus Interessensvertretung der Konsumenten.

Denn immer dann, wenn man über die Konsumgenossenschaft etwas günstiger und zu besserer Qualität bekommen konnte, als es im Handel angeboten wurde, dann stieg die Konsumgenossenschaft in dieses Geschäft ein und regelte so den Wettbewerb.

Über viele Jahrzehnte sind die Konsumgenossenschaften praktisch die einzige Interessensvertretung der Konsumenten gewesen, wie sie es in vielen anderen Ländern bis heute sind. So auch in Deutschland, wo von ihnen maßgeblich der Anstoß ausging, die Verbraucherorganisationen zu bilden, die heute Verbraucherzentralen heißen.

Bildchronik
Geschäftsbericht
Organe

Die 3 wichtigsten Organe unserer Genossenschaft sind die Vertreterversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.

Vertreterversammlung

Der wichtigste Termin im Jahr für unsere Genossenschaft ist der Tag der Vertreterversammlung (jeweils im Monat Juni). 
Sie ist das Parlament, das Sprachrohr aller Mitglieder. Je 500 Mitglieder stellen eine/n Vertreter/in, und alle 4 Jahre wird neu gewählt.

Was macht eigentlich die Vertreterversammlung?

Die Vertreterversammlung ist u. a. zuständig für Satzungsänderungen, die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Unmittelbare Auswirkungen für jedes Mitglied hat die Entscheidung der Vertreterversammlung über die Verwendung des Jahresüberschusses: Es wird die Höhe der Dividende beschlossen. Näheres zur Vertreterversammlung regelt die aktuelle Satzung.
Die einzelnen Mitglieder-Vertreter finden Sie im geschützten Mitgliederbereich.

Aufsichtsrat

Nach dem Mitbestimmungsgesetz setzt sich der Aufsichtsrat aktuell paritätisch aus sechs Anteilseignern der Genossenschaft und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Der Aufsichtsrat beschäftigt sich in seinen Ausschüssen und in den gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand mit alle wesentlichen Angelegenheiten der Genossenschaft und kontrolliert so stets Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit des Handelns der Genossenschaft.
In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wird der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der coop eG.

Aktuell setzt sich der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Detlef Aue, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Matthias Baumgart
Andreas Gottschalk*
Bärbel Hell*
Marcel Klein*
Norbert Kraus*
Hans-Peter Meier
Hauke Johannes Nissen
Jens-Peter Petersen
Cornelia Töpfer*
Beatrix Wendland
Birgit Wille

Mit *gekennzeichnet Vertreter sind Arbeitnehmervertreter.

 

Vorstand

Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern und wird vom Aufsichtsrat bestellt. 
Seit dem 21. September 2016 wird die coop eG durch folgenden Vorstand vertreten:

Dierk Berner

Norman Boje

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Ab geht die Post – CO2-neutral

Seit Mitte 2009 ist die coop eG offizieller Partner des »GoGreen«-Programms der Deutschen Post im Jahr 2009. Das Programm sichert zu, dass nationale und internationale Brief- und Werbesendungen CO₂-neutral verschickt werden. Die Mitgliederbetreuung der coop eG trägt damit aktiv zum Klimaschutz bei.

Der Versand der Mitgliederpost erfolgt weiterhin in unveränderter Qualität und gewohnter Pünktlichkeit. Darüber hinaus werden aber die dabei entstehenden CO₂-Emissionen von der Deutschen Post berechnet und nach Grundsätzen des Kyoto-Protokolls durch Klimaschutzprojekte neutralisiert.

Hier sehen Sie unser Zertifikat.

Mehr Informationen finden Sie auf www.dpdhl.de